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Friede in Sri Lanka?

von Thomas Seiterich 09.05.2019
An Ostern verloren mehr als 250 Touristen und Kirchgänger in Sri Lanka ihr Leben. Da der IS die Untaten für sich reklamierte, steht nun die muslimische Minderheit des Landes am Pranger. Ein langer, blutiger Konflikt deutet sich an. Was tun? Eine Begegnung mit dem sri-lankischen Theologen Emmanuel Semampillai
Bild der Ohnmacht: Eine Frau trauert an den Massengräbern am Friedhof von Negombo. Father Emmanuel Semampillai (rechts) beginnt mit seiner Friedensarbeit in Sri Lanka wieder von vorn. (Fotos: pa/AP Photo/Manish Swarup; privat)
Bild der Ohnmacht: Eine Frau trauert an den Massengräbern am Friedhof von Negombo. Father Emmanuel Semampillai (rechts) beginnt mit seiner Friedensarbeit in Sri Lanka wieder von vorn. (Fotos: pa/AP Photo/Manish Swarup; privat)

Ein Vierteljahrhundert lang, bis 2009, erschütterte ein grausamer Bürgerkrieg Sri Lanka. Damals unterlagen hinduistische Tamilen und ihre Tamil Tigers of Eelam gegen die aus buddhistischen Singhalesen bestehende Regierungsarmee. An Ostern 2019 traf es nun Touristen in Hotels und Kirchgänger in Ostergottesdiensten.

Sri Lanka ist traumatisiert nach den Terrorverbrechen und wird es lange bleiben. Die Bombenexplosionen – vom IS als Rache für den Massenmord an 50 Muslimen im neuseeländischen Christchurch reklamiert – trafen Gottesdienstbesucher in der evangelischen Zionskirche in Batticaloa an der Ostküste des Inselstaates sowie Mitfeiernde beim Auferstehungsgottesdienst in der katholischen St. Sebastians Church in Negombo und in der ebenfalls katholischen St. Antonys Church in der Hauptstadt Colombo.