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»Die Gläubigen sind fassungslos«

Die Massaker in Hotels und Kirchen haben mehr als 250 Opfer gefordert. Auch das fragile Miteinander der Religionen steht vor einer Zerreißprobe. Wie kann es weitergehen? Fragen an den srilankischen Theologen Emmanuel Semampillai
von Thomas Seiterich vom 10.05.2019
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Seit einem Jahr kann der tamilische katholische Theologe Emmanuel Semampillai wieder in seiner Heimat in Sri Lanka leben. Staatspräsident Maithripala Sirisena garantiert seine Sicherheit, denn er hat ihn eingeladen, im Versöhnungsprozess nach dem 2009 beendeten Bürgerkrieg zu wirken, als kritischer Fürsprecher der besiegten Tamilen. Zuvor musste der Menschenrechtler Semampillai zwanzig Jahre als Flüchtling im Exil leben. Zehn Jahre lang arbeitete er als Priester im Bistum Münster. Zugleich wirkte er als Sprecher des gewaltfreien Global Tamil Forums. Papst Franziskus beauftragte ihn 2016 bei der Feier der fünfzigjährigen Priesterweihe: »Kehre heim und arbeite in Sri Lanka für Versöhnung.«

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