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Die Kraft der Armen

von Thomas Seiterich vom 04.12.2014
Papst Franziskus findet bei einem Treffen mit den Basisbewegungen aus aller Welt deutliche Worte: »Wir stecken mitten in einem Dritten Weltkrieg«, sagt der Pontifex. Das herrschende Wirtschaftssystem nehme, um Reichtum für einige zu schaffen, die Armut vieler in Kauf. Lesen Sie die beeindruckende Franziskus-Rede und die Antwort der sozialen Bewegungen in unserem Dossier »Die Kraft der Armen«. Es erscheint mit der neuen Ausgabe von Publik-Forum
Gemeinsam auf dem Weg: Papst Franziskus und die Sprecherinnen und Sprecher der sozialen Basisbewegungen in der Alten Synodenaula des Vatikan (Foto: AFP PHOTO / OSSERVATORE ROMANO)
Gemeinsam auf dem Weg: Papst Franziskus und die Sprecherinnen und Sprecher der sozialen Basisbewegungen in der Alten Synodenaula des Vatikan (Foto: AFP PHOTO / OSSERVATORE ROMANO)
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Franziskus geht neue Wege: Als erster Papst hat er die Sprecher von Basisbewegungen aus aller Welt nach Rom eingeladen. Vom 27. bis 29. Oktober trafen sich rund 200 Frauen und Männer im Vatikan, die sich in den Bewegungen landloser Bauern oder selbstverwalteter Betriebe engagieren. Sprecher von Migranten und Bewohnern der Elendsviertel waren ebenso vertreten wie der Verband der Obdachlosen und Armen aus Sambia, der lateinamerikanische Kleinbauern-Verband Via Campesina, ein kurdischer Jugendverband aus Syrien und der Bund koreanischer Bäuerinnen.

Die Leitfragen des Treffens sind von bleibender Bedeutung: Wo liegen die Ursachen für die wachsende soziale Ungleichheit? Was ist zu tun gegen den Prozess der Ausgrenzung und des Wegwerfens angeblich »überflüssiger« Mensche

Kommentare
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Heidrun Meding
06.12.201417:13
Warum wurde die Papst-Rede von den Medien so gut wie nicht verbreitet?
Weil die Herrschende Klasse um ihre Pfründe fürchtet, wenn es dem Papst gelingt eine stille Revolution anzustoßen, die das kapitalistische Gesellschafts- und Wirtschaftssystem langsam aber sicher ins Wanken bringen wird.
Papst Franziskus lebt gefährlich. Warum? Weil das weltweite Großkapital eines nicht will: eine Umverteilung des immensen weltweiten Reichtums.
Hoffen wir also, dass der amtierende Papst weiterhin mahnende Worte an die Welt richten wird und nicht auf gewaltsame Weise daran gehindert wird.
Allerdings sollte auch seine Kirche sich künftig von jeglichen kapitalistischen Praktiken fernhalten und ihre Vermögenswerte in gemeinnützige Stiftungen umschichten, um auf diese Weise Vorbildfunktion auszuüben.
Es gibt also noch viel zu tun, auch und gerade im Vatikan.