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Was hast Du uns angetan

vom 19.08.2020
von Ingeborg Baier

Allzu lange dauert schon
das Leben auf Distanz;
Vater, Mutter und auch Sohn
verhüllen ihr Gesicht fast ganz.
Trifft man auf Fremde, Bekannte oder so,
bleibt man auf Abstand, wie es Gesetz,
doch das macht so gar nicht froh,
siehst Menschen ja wie durch ein Netz.

Das hast du Corona zu verdanken,
dieses Virus weist uns in Schranken.
Man erkennt kaum noch den, der dir begegnet,
auch nicht, wenn´s gar nicht heftig regnet.
Sieh nur, die Sonne scheint so hell
und doch willst du nun heim ganz schnell.

Ab die Maske, durchgeatmet tief und gut,
ach, wie lange wohl noch das Gewohnte ruht!
Man sehnt herbei das Ende der Schrecken,
wo sich niemand mehr braucht zu verstecken.

Wie gern möchte ich wie in alten Zeiten
ein Konzert hören mit vielen gleich gesinnten Leuten;
ein Glas Sekt trinken in den Pausen
und vielleicht einen Snack verschmausen,
im Gespräch Gedanken austauschen
und wieder live den Klängen lauschen.

Die Angebote im Fernsehen sind gut gemeint und zu loben,
doch in den siebten Himmel wird man dabei nicht gehoben.
Die Inszenierung wirkt zu geisterhaft,
es fehlt mit dem Publikum die euphorische Kraft.
Ach Corona, was hast du uns angetan,
so vieles zerfällt, kommt es je wieder an?

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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