Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2012
2012: Wir steigern das Bruttosozialglück
Umbau der Wirtschaft
Der Inhalt:

Abschied vom Credo?

von Fulbert Steffensky, Christa, Heinz Schade vom 24.01.2012
Können Christen noch gemeinsam ihr Glaubensbekenntnis beten? Oder gibt es »das« Bekenntnis gar nicht mehr? Darüber streiten Christa und Heinz Schade mit dem Theologen Fulbert Steffensky. Ein Pro- und Contra
»Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen...«: Können diese Worte heute noch von Christen gesprochen werden? Oder haben sich die alten Bilder von Gott längst aus den Seelen geschlichen? (Foto: epd/Schulze)
»Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen...«: Können diese Worte heute noch von Christen gesprochen werden? Oder haben sich die alten Bilder von Gott längst aus den Seelen geschlichen? (Foto: epd/Schulze)

Zu einer heftigen Auseinandersetzung kam es im vergangenen Jahr auf einem Abendforum des Evangelischen Forums Berlin-Brandenburg. Zur Debatte stand die Frage, ob evangelische Christen in den sonntäglichen Gottesdiensten heute überhaupt noch gemeinsam das sogenannte Apostolische Glaubensbekenntnis beten könnten. Aufgeworfen hatten diese Frage kritische Berliner Mitglieder der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland. Ihre Begründung: Die alten Formeln des Credos würden heute nicht mehr verstanden und das, was inhaltlich im Credo ausgesagt werde, von vielen Christen gar nicht mehr geglaubt. In der Tat: Viele Christen tun sich mit dem offiziellen Glaubensbekenntnis der Kirchen schwer. Sie haben sich ihre eigenen Deutungen zurechtgelegt oder wählen einfach aus. Soll man also besser auf das gemeinsame Bekenntnis im evangelischen Gottesdienst verzichten? Das Berliner Ehepaar Christa und Heinz Schade sagt in seinem Beitrag für Publik-Forum: Ja! Der Religionspädagoge Fulbert Steffensky antwortet dagegen mit einem differenzierten: Nein!

Abschied vom Credo? JA, sagen Christa und Heinz Schade:

»IN DEN MEISTEN EVANGELISCHEN GOTTESDIENSTEN wird Sonntag für Sonntag das Apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen, womöglich eingeleitet mit den Worten: »Lasst uns unseren christlichen Glauben bekennen!« Aber für kaum jemanden unter den Gottesdienstbesuchern dürften die Aussagen dieses Bekenntnisses Ausdruck seines oder ihres persönlichen Glaubens sein, nicht einmal für die Pfarrer, von den vielen Gemeindemitgliedern ganz zu schweigen, die normalerweise nicht an den Gottesdiensten teilnehmen. Wer nach dem Inhalt seines christlichen Glaubens gefragt wird, der oder die wird etwas anderes sagen.

Unser Eindruck ist, dass dieses Phänomen in unserer ev

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen