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100 Jahre Hildegard Knef
Eine Hommage an die Heilige Hilde

Für mich soll’s rote Rosen regnen: Mit ihrer Musik eröffnete Hildegard Knef vielen Frauen einen Sehnsuchtsraum – und brachte als Schauspielerin die Kirche gegen sich auf. Eine Hommage an eine freie Frau.
von Christiane Florin vom 28.12.2025
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»Begabung ist doch keine Schuld«: Hildegard Knef verbrachte viel Zeit im Arbeitszimmer und auf der Bühne, auch, als sie Mutter war. Nicht allen gefiel das. (Foto: picture alliance / SZ Photo | Moenkebild)
»Begabung ist doch keine Schuld«: Hildegard Knef verbrachte viel Zeit im Arbeitszimmer und auf der Bühne, auch, als sie Mutter war. Nicht allen gefiel das. (Foto: picture alliance / SZ Photo | Moenkebild)

Sonntags schob mein Vater »Das große Wunschkonzert« mit Rudolf Schock in den Kassettenrekorder. »Gern hab’ ich die Frau’n geküsst, hab nie gefragt, ob es gestattet ist«, säuselte der Kammersänger. Gern würde ich schreiben, dass mich schon im Grundschulalter Weiberaufstand-Ambitionen auf die Stopp-Taste drücken ließen, aber Mitte der 1970er-Jahre habe ich die schmierigen Lieder vorbeiziehen lassen. »40 Super Schlager« hieß eine andere Kassette. Zwischen Hans Albers’ »Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise« und »Sugar Baby« von Peter Kraus fiel eine Frauenstimme auf, halb singend, halb sprechend: »Ich kam im tiefsten Winter zur Welt, hab drei Mal geniest, mich müde gestellt, der Vater war wütend, er wollt einen Sohn, ich sah mich so um und wusste auch schon« – da-da-da-dadadab – »von nun an geht’s bergab.«

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