Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2021
Mensch werden
Die geheimnisvolle Macht der Verletzlichkeit
Der Inhalt:

Ausstellung
Queerer Stolz und Widerstand

von Birgit-Sara Fabianek vom 17.12.2021
Zanele Muholi ist ein südafrikanischer Kunst-Star. In Berlin läuft derzeit eine große Retrospektive, die Menschen jenseits herrschender Geschlechternormen königlich in Szene setzt
Zanele Muholi: Selbstporträt mit Topfschwämmen (Foto: Foto: © Zanele Muholi / Courtesy: Zanele Muholi und Stevenson, Kapstadt/Johannesburg und Yancey Richardson, New York)
Zanele Muholi: Selbstporträt mit Topfschwämmen (Foto: Foto: © Zanele Muholi / Courtesy: Zanele Muholi und Stevenson, Kapstadt/Johannesburg und Yancey Richardson, New York)

Ausstellung. Zanele Muholi aus Südafrika zeigt in einer großen Retrospektive im Berliner Gropiusbau den Körper als Spielball gesellschaftlicher Mächte – und als Hort des Stolzes und des Widerstands. Muholi war präsent auf der Documenta in Kassel 2012 und der Biennale in Venedig 2019 und kämpft in Südafrika für die Rechte von Menschen, die von Geschlechternormen abweichen. Muholi verortet sich im Geschlechterspektrum als nichtbinär, also weder männlich noch weiblich, bezeichnet sich als »visual activist« und hat mehrere Initiativen zur Selbstermächtigung queerer Menschen mitgegründet. Die stehen im Mittelpunkt von Muholis künstlerischem Werk, das in den vergangenen zwanzig Jahren zu einem fotografischen Statement und visuellen Archiv der schwulen, lesbischen, transidenten und nichtbinären Community Südafrikas geworden ist.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 24/2021 vom 17.12.2021, Seite 54
Mensch werden
Mensch werden
Die geheimnisvolle Macht der Verletzlichkeit

Darin werden Themen verhandelt wie Sexualpolitik, rassistische Gewalt, gemeinschaftlicher Widerstand und Selbstbehauptung von Menschen, die im Alltag aufgrund von andauernden Anfeindungen wegen ihrer sexuellen Identität den Blick in die Kamera scheuen. In Venedig sorgte Muholi mit einer dramatischen Serie von Selbstporträts »Somnyama Ngonyama« (auf Deutsch: Begrüßt die dunkle Löwin) für Aufsehen, weil Muholi in ihnen in ganz unterschiedliche Posen, Charaktere und Archetypen schlüpft und alltägliche Dinge wie Latexhandschuhe oder Topfschwämme in politisch aufgeladene Requisiten verwandelt. Auch diese Reihe ist neben dem Hauptwerk »Faces and Phases«, in dem Muholi nichtgenderkonforme Personen würdigt, sowie weiteren Arbeiten bis zum 13. März 2022 in Berlin zu sehen.

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.