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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2015
Friede auf Erden!
Navid Kermani über die Macht der Feindesliebe und das Geheimnis Gottes
Der Inhalt:

Sentimentales vom Supermarkt

vom 18.12.2015
Ein Werbespot von Edeka rührt an einen Nerv. Und eine Bischöfin zu Tränen

Ein alter Mann wartet an Weihnachten vergeblich auf den Besuch seiner Kinder und Enkel. Schließlich inszeniert er seinen eigenen Tod. Alle stürmen »nach Hause« – wo er sie mit einem opulenten Mahl empfängt. »Das Video ist außerordentlich anrührend und bewegend. Als ich es das erste Mal angesehen habe, sind mir die Tränen gekommen«, zitiert der Evangelische Pressedienst die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. »Es ist eine Predigt im Kleinen, denn es ruft zu Menschlichkeit und Warmherzigkeit an Weihnachten auf.« Ein Twitter-User kommentiert den Spot lakonisch: »Früher. Als traurige Weihnachtsgeschichten von Charles Dickens waren. Und nicht von Edeka.« Dennoch wird Einsamkeit als Preis der modernen Gesellschaft ernst diskutiert: Die Menschen müssen flexibler sein, es gibt immer mehr Pendler, Singles, lockere Familienstrukturen. Ob der jährliche Rückzug an den Familientisch (wo es nicht immer so idyllisch zugeht wie im Spot) tatsächlich die Lösung ist? Rührend, wie Edeka sich sorgt. Weichen Herzens eile man flugs in die nächste Filiale um der versammelten Sippe reichlich aufzutischen.

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