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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2015
Friede auf Erden!
Navid Kermani über die Macht der Feindesliebe und das Geheimnis Gottes
Der Inhalt:

Stichwort: Jesus authentisch verstehen

von Norbert Copray vom 18.12.2015
Die Menschwerdung Gottes macht alle zu Geschwistern

Daniel Boyarin
Die jüdischen Evangelien
Die Geschichte des jüdischen Christus. Ergon. 172 Seiten. 25 €

Franz Alt
Was Jesus wirklich gesagt hat
Eine Auferweckung. Gütersloher Verlagshaus. 352 Seiten. 22,99 €

Bernhard Scherger
Wie ich neu glauben lernte
Der alte christliche Glaube in einem neuen Gewand. Novum. 574 Seiten. 23,20 €

Rudolf Reichert
Glaube und Leben trotz
Kirchenaustritt
Leben, Liebe, Lust – ich glaube. Novum. 244 Seiten. 15,50 €

Reinhard Marx
Kirche überlebt
Kösel. 80 Seiten. 12 €

Alfons Brüls
Wozu ist die Kirche (noch) gut?
Christlicher Glaube als Weg zu erfüllterem Leben. Grenz-Echo. 206 Seiten. 19,95 €

Die Menschwerdung Gottes in Jesus – ein jüdischer Gedanke? Ja, so ist es. Die Dreieinigkeit Gottes völlig unjüdisch? Keinesfalls. So sieht es zumindest der orthodoxe Jude und US-amerikanische Religionsphilosoph Daniel Boyarin, der seit 1990 an der Universität in Berkeley Talmud lehrt. In seinem Buch »Die jüdischen Evangelien« zeigt er auf, wie Jesus Christus jüdisch verstanden wurde und verstanden werden kann – auch als Menschen- und Gottessohn. Wissenschaftlich solide und mit vielen Fußnoten belegt Boyarin, dass das Christentum nicht ein Seitenspross des Judentums ist, der sich über die Jahre zum immer dickeren Baum entwickelt hat. Vielmehr habe sich ein gemeinsamer Glaube mit vielen Gruppierungen und Strömungen während des ersten bis zweiten Jahrhunderts nach Christus in eine massive Astgabel verzweigt. Das rabbinische Judentum und das kirchliche Christentum haben sich in dieser Zeit als Hauptprägungen ausdifferenziert. Diese spannende historisch-philologisch-theologische Analyse ist eine Herausforderung. Denn der Christusglaube ist nicht so originell, wie ihn Christen und Juden in immer schärferer Konkurrenz zueinander profiliert haben. Boyarin sieht ihn tief im Judentum verankert. Juden könnten in Jesus Christus viel mehr als bisher einen der Ihren sehen, wie es beispielsweise Schalom Ben-Chorin (1913-1999) tat, wenn auch nicht so radikal wie Boyarin.

Franz Alt, der streitbare Journa

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