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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2013
Da sein, wo die Wunden der Welt sind
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 20.12.2013

Barbara Lochbihler, Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Europaparlament, hat den Präsidenten des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA), Josef Blatter, scharf kritisiert. Sie widerspreche Blatter »vehement«, wenn dieser die Kritik an der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft (WM) 2022 an Katar als überzogen und ungerechtfertigt zurückweise. »Die menschenrechtliche Lage für Arbeitsmigranten in Katar kann nicht deutlich genug beanstandet werden«, schrieb Lochbihler an Blatter. Hunderttausende Arbeiter würden in systematischer Abhängigkeit gehalten, sie kämen auf den Baustellen zu Tode, Journalisten, die darüber berichteten, würden eingeschüchtert. Wenn die FIFA die Vergabe der WM nicht an den Schutz der Menschenrechte binde, komme ihr eine Mitverantwortung an diesen Zuständen zu, kritisierte Lochbihler.

Pirmin Spiegel, Geschäftsführer des katholischen Hilfswerks Misereor, hat die Deutsche Bank zu mehr Transparenz aufgerufen. Die von der Bank angekündigte Verringerung ihrer Rohstoffgeschäfte gehe ihm nicht weit genug. Dies könne lediglich »ein erster Schritt zum Ausstieg aus dem Geschäft mit Nahrungsmitteln sein«, sagte Spiegel. Unklar bleibe, bis wann die Bank konkrete Schritte unternehmen werde. Die Deutsche Bank solle offenlegen, »wie hoch ihre Profite aus dem verbleibenden Handel mit Agrarrohstoffen sind und in welchem Umfang Grundnahrungsmittel weiterhin Bestandteil der Produktpalette sind«. Zuletzt habe sie Agrarrohstoffe im Wert von knapp vier Milliarden Euro verwaltet.

Hans Küng, katholischer Theologe, hat das neue Lehrschreiben »Evangelii gaudium« von Papst Franziskus begrüßt. »Mit der Kirchenreform geht es voran«, schrieb der 85-Jährige in einem Beitrag für die Passauer Neue Presse. Gleichzeitig kritisierte Küng die »undifferenzierte Ablehnung der Abtreibung und der Frauenordination« durch den Papst. Küng äußerte die Vermutung, dass Franziskus »unter dem Druck der Glaubenskongregation und ihres Präfekten, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller«, stehen könnte und der zurückgetretene Benedi

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