Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
meist sind sie angeregt, manchmal scharf, oft auch lustig: die Debatten in der Redaktion darüber, welches Thema auf den Titel kommen soll und welches Bildmotiv – angesichts mehrerer Vorschläge unserer kreativen Layout-Abteilung – den Titel zieren soll. Ist das Foto für die vorliegende Weihnachtsausgabe zu »hart«, weil traurig und erschütternd? Dürfen wir Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, dies an Weihnachten zumuten? Aber auch umgekehrt: Ist es nicht gerade wichtig, die Realitäten der Welt immer auch im Auge zu behalten – gerade am christlichen Fest der Menschwerdung Gottes und der Mit-Menschlichkeit? Es muss ja nicht gleich der bildliche Holzhammer sein. Die Geschichte unserer Kollegin Bettina Röder jedenfalls zeigt, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich an die Brennpunkte menschlicher Not begeben und engagiert helfen – nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe (Seite 12). Not und Elend müssen nicht das letzte Wort behalten.
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Hartmut Meesmann
Leiter des Ressorts
Kirchen und Theologie
