Zur mobilen Webseite zurückkehren

Fast ein wenig scheu

Nelson Mandela hat sein Innerstes nie nach außen gekehrt. Auch religiöse Bekenntnisse waren seine Sache nicht
von Gerhard Rein vom 20.12.2013
Artikel vorlesen lassen

Das Telefon klingelt. Eine unbekannte Stimme, ein älterer Mann, will seine Geschichte erzählen. Er sei als elf-jähriger Junge mit seinen Eltern nach Südafrika ausgewandert. Dort unter Buren aufgewachsen. Für ihn war immer klar, dass Nelson Mandela ein Terrorist, ein Kommunist war. Er hätte sich sehr gefreut, wenn dieser schwarze Unruhestifter erschossen oder aufgehängt worden wäre. Er habe es bedauert, dass 1964 nur eine lebenslängliche Haftstrafe und nicht die Todesstrafe ausgesprochen wurde. Doch fast fünfzig Jahre später fängt der alte Mann am Telefon an zu weinen. Er hatte gerade vom Tod Nelson Mandelas erfahren.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0