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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2013
Da sein, wo die Wunden der Welt sind
Der Inhalt:

Kein Tanz ums Goldene Kalb

von Jens-Eberhard Jahn vom 20.12.2013
Die Religiösen Sozialisten wollen am »Reich Gottes« mitwirken – und kämpfen gegen den Kapitalismus
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Auch Strukturen können sündhaft sein. Dies war die Erkenntnis der Theologen Leonhard Ragaz (1868-1945) und Paul Tillich (1886-1965). Um den christlichen Begriff »Sünde« besser zu verstehen, übernahm Tillich den marxistischen Begriff der Entfremdung: Sünde ist Entfremdung von Gott und den Mitgeschöpfen. Das kann das Individuum betreffen. Aber auch als System und gesellschaftliche Struktur gibt es den Verstoß gegen das erste und zweite der Zehn Gebote: den Dienst am Mammon und den Tanz ums Goldene Kalb.

Aber werden Strukturen der Sünde in jüdischer und christlicher Sicht nicht erst im zukünftigen Reich Gottes aufgebrochen? Die Antwort des Bundes der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands (BRSD) ist eindeutig: »Das Reich Gottes ist uns nicht verfügbar; de