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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2012
Jesu Geburt: Die Würde der Ohnmächtigen
Der Inhalt:

Viel Sorge, kein Lohn

vom 21.12.2012

Zu: »Das Kümmer-Gen« (22/12)

Dieser Artikel ist schwach bis ärgerlich. Da wird einfach behauptet, niemand wolle das Betreuungsgeld. Dann wird die Frage gestellt, ob die menschliche Fähigkeit zur Fürsorge genetisch bedingt sei. Ja, natürlich ist sie das, da muss man doch nur die einschlägige Literatur zur Verhaltensbiologie lesen. Dann kommen die altbackenen feministischen Sprüche, die kaum noch etwas mit der Realität zu tun haben. Und zum Schluss sind die weiblichen Erfahrungen dran. Also: Meine Mutter war uneinfühlsam und streng, hat uns Kinder auch geschlagen. Diese Linie der Härte kann ich bis zu meiner Ururgroßmutter zurückverfolgen. Auf die Erfahrungen solcher Giftziegen kann ich verzichten. Eine solche pauschale Darstellung beschädigt die berechtigte Kritik an der Art, wie der Kapitalismus das Pflegeproblem zu lösen sucht.

Susanne Buchholz, Frankfurt am Main

Obwohl Englisch meine Muttersprache ist, ist auch die deutsche Sprache eine Quelle der großartigsten Dichtung und verdient es, erhalten zu bleiben. Warum also muss man – unter vielen anderen Beispielen – das englische Wort »care« übernehmen, wenn das deutsche Wort Sorge ganz genau denselben Sachverhalt trifft? Die Formen versorgen und umsorgen machen das Wort facettenreicher als das englische, das sich als neudeutsche Schöpfung wohl nur auf die volkswirtschaftliche und offizielle Bedeutung beschränkt.

Angelika Schneider, Lilienthal

Wir können unmöglich für alle, die irgendwelche »Hausarbeit« erledigen, eine Bezahlung ausloben. Bedingung müsste sein, dass die Arbeit im Interesse der Gesellschaft liegt. Für die Pflege alter und kranker Menschen gibt es bereits das Pflegegeld Stufe eins bis drei. Schlechter steht es um die Honorierung der elterlichen Betreuungsleistung. Das Betreuungsgeld wäre auch hier ein Lösungsansatz. Es verstößt gegen Artikel 6 unserer Verfassung, wenn Millionen von Steuergeldern in den Ausbau der staatlichen Betreuung fließen, während die Eltern leer ausgehen. Leider bemerken die meisten Eltern gar nicht, wie sie hier betrogen werden. Sie meinen, froh und dankbar sein zu müssen, dass sie ihre Ein- bis Dreijährigen vom Hals haben.

Familie Martin, per E-Mail

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