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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2011
Tanz für die Liebe
Weihnachten: Gott kommt in jedem Menschen zur Welt
Der Inhalt:

Das freche Mädchen

von Doris Weber vom 04.05.2012
Auf ihren Knien klebte immer ein Pflaster. »Ich wollte die Welt erkunden, dabei bin ich viel gestolpert und oft gefallen«, sagt sie. Sie hatte immer Fernweh, nie Heimweh. Sie gründete das Projekt »Solwodi« gegen den Sklavenhandel mit Frauen. »Wie kommt es, dass eine wie du Nonne geworden ist?«, wird Schwester Lea Ackermann bis heute immer wieder gefragt

Ja, das war immer der Ausruf des Entsetzens, wenn ich eine gute Idee hatte. Das hat mich gewundert, wenn die anderen gesagt haben: um Gottes willen, Lea! Und das hat mich dann doppelt motiviert, mich einzusetzen. Also ein Stück Widerspruchsgeist und auch Wut haben mich immer sehr beflügelt.

Es gibt ein vergilbtes Schwarz-Weiß-Foto, auf dem die kleine Lea etwa drei oder vier Jahre alt ist. Überall hat sie Schrammen, im Gesicht, an Armen und Beinen. Sie trägt ein verdrecktes Sommerkleidchen und schaut zornig in die Kamera. Die älteren Jungs aus der Nachbarschaft, mit denen sie lieber spielte als mit ihren Puppen, wollten sie mal wieder nicht mit in das Baumhaus nehmen. Sie hatten einfach die Strickleiter hochgezogen, und die kleine Lea versuchte vergebens, den Baum hochzuklettern. Deshalb guckt sie so wütend –

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