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Massive Abholzung im Amazonas-Regenwald

vom 03.12.2021
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Jedes Jahr verschwinden in Brasilien Teile des Regenwaldes. Meist werden Bäume abgeholzt, um landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen. (Foto: imago images/Joerg Boethling)
Jedes Jahr verschwinden in Brasilien Teile des Regenwaldes. Meist werden Bäume abgeholzt, um landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen. (Foto: imago images/Joerg Boethling)

Die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien schreitet massiv voran. Die Abholzung stieg in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent. 13 235 Quadratkilometer Wald wurden insgesamt gerodet. Das geht aus dem jüngsten Bericht der brasilianischen Weltraumbehörde Inpe hervor. Das Maß der Zerstörung sei das höchste seit 2006, heißt es darin. Der brasilianische Umweltminister Joaquim Pereira Leite kündigte an, die Regierung werde entschiedener gegen die illegale Abholzung vorgehen. Der Exekutivdirektor der Umweltorganisation WWF in Brasilien, Mauricio Voivodic, erklärte hingegen, die Zahlen zeigten, dass die Regierung die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes vorantreibe. Sie versuche dies jedoch mit märchenhaften Aussagen zu verbergen. Wenn dieser Trend nicht gestoppt werde, werde der Amazonas-Wald bald unumkehrbare Schäden erlitten haben. Der Amazonas-Regenwald ist als CO2-Speicher entscheidend für das Weltklima und Heimat einer Vielzahl einzigartiger Pflanzen und Tiere. Präsident Jair Bolsonaro hat die Mittel des Umweltministeriums zusammengestrichen und die Überwachung der Regenwaldflächen eingeschränkt, sodass illegale Abholzung kaum mehr verfolgt wird.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 23/2021 vom 03.12.2021, Seite 28
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