»Für eine Gesellschaft ohne Angst«
Inklusion ist mehr als ein neues Wort für die alte Sache der Integration. Und es geht dabei um mehr als um gemeinsamen Schulunterricht. Richtig verstanden ist Inklusion das Programm für eine ganz andere Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der niemand mehr Angst zu haben brauchte, verschieden oder anders zu sein. Deshalb hat sie auch nichts mit Gleichmacherei zu tun, wie oft unterstellt wird. Ganz im Gegenteil geht es um Vielfalt und Vielgestaltigkeit. Inklusion ist eine antiautoritäre, tolerante Alternative zur Uniformierung und Anpassung. Leben mit Behinderung ist dabei nur eine von unendlich vielen Varianten des Anders- und Eigenseins.
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Susanne Krahe, geboren 1959, ist evangelische Theologin und Schriftstellerin. 1989 erblindete sie infolge einer Diabeteserkrankung. Sie lebt in Unna und hat zahlreiche Artikel und mehrere Bücher veröffentlicht, unter anderem ihre Autobiografie: »Der Geschmack von Blau. Was ich weiß, seit ich nichts mehr sehe«. Neukirchen-Vluyn 2011. 264 Seiten. 16,90 €.
