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»Für eine Gesellschaft ohne Angst«

Warum ich Inklusion ersehne, sie aber nicht auf Biegen und Brechen durchsetzen will. Zwischenruf einer Blinden
von Susanne Krahe vom 05.12.2014
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Inklusion ist mehr als ein neues Wort für die alte Sache der Integration. Und es geht dabei um mehr als um gemeinsamen Schulunterricht. Richtig verstanden ist Inklusion das Programm für eine ganz andere Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der niemand mehr Angst zu haben brauchte, verschieden oder anders zu sein. Deshalb hat sie auch nichts mit Gleichmacherei zu tun, wie oft unterstellt wird. Ganz im Gegenteil geht es um Vielfalt und Vielgestaltigkeit. Inklusion ist eine antiautoritäre, tolerante Alternative zur Uniformierung und Anpassung. Leben mit Behinderung ist dabei nur eine von unendlich vielen Varianten des Anders- und Eigenseins.

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