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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2013
Vertrauen, verändern, genießen
Margot Käßmann über die Zukunft der Christen
Der Inhalt:

Gegen Patente auf Schimpansen

vom 06.12.2013

»Stoppen Sie Patente auf Schimpansen!« Mit diesem Appell wenden sich zwölf Organisationen an Investoren, die bei Firmen Geld anlegen, die Patente auf gentechnisch veränderte Schimpansen angemeldet haben. Der Deutsche Tierschutzbund, das Gen-ethische Netzwerk, die Albert-Schweitzer-Stiftung und neun andere Organisationen fordern die Investoren auf, Patente auf Tiere, insbesondere auf Menschenaffen zu stoppen. Testbiotech, das Institut für Folgenabschätzung in der Biotechnologie und Initiator des Appells, hat am Europäischen Patentamt in München recherchiert, dass den Firmen Altor BioScience, Intrexon (beide aus den USA) und Bionomics (Australien) bereits fünf Patente erteilt wurden, in denen gentechnisch veränderte Schimpansen und andere Tiere als Erfindung beansprucht werden. Mehr als ein Dutzend ähnlicher Patentanträge lägen vor. Zu den Kapitalgebern der Patentinhaber zählten die HSBC-Bank, UBS, JP Morgan, Citicorp und BNP Paribas. »Ich appelliere an die Investoren der Firmen Altor BioScience, Bionomics und Intrexon: Helfen Sie mit, Patente auf Tiere und insbesondere auf Menschenaffen zu stoppen. Patente auf Tiere können einen finanziellen Anreiz bedeuten, Tiere zu manipulieren und zu vermarkten, um kommerzielle Interessen zu bedienen«, heißt es in dem Brief, den man im Internet mitunterzeichnen kann. »Wir hoffen auf einen Dialog mit den vierzig Investoren«, sagt Christoph Then, Geschäftsführer von Testbiotech. Die Unterschriften werde er Anfang nächsten Jahres mit einem Protestschreiben den Investoren zukommen lassen. Außerdem hätten die zwölf beteiligten Organisationen Einspruch gegen die Patente beim Europäischen Patentamt eingereicht.

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