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Kunst hinter Gittern

Eine Ausstellung zeigt Kunst aus den Gefängnissen der Welt
von Richard Rabensaat vom 07.12.2012
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Ein Engel mit einem Embryo im Bauch, ein rauchender Colt. Ein Leichensack wird geöffnet, Polizeihubschrauber kreisen mit Suchscheinwerfern über einer Großstadt, so sieht die »kalifornische Tragödie« aus. Die Geschichte, die Jose Contreras mit seiner Zeichnung erzählt, hat kein gutes Ende genommen. Der Zeichner sitzt derzeit in Kalifornien im Gefängnis. Contreras ist nicht der Einzige, der bei der Ausstellung »Von Licht und Dunkel« in der Berliner Zitadelle Spandau mit einem Bild aus seinem Leben berichtet. Für die zwei Kunstwettbewerbe, die der Verein Art and Prison e. V. seit 2008 ausrichtete, gab es mehr als 1000 Einsendungen von Inhaftierten aus vierzig Ländern. 300 davon werden nun ausgestellt und können vielleicht eine Möglichkeit bieten, ein Fenster aus der Haftanstalt heraus zu öffnen: »Der Knast kommt mir vor wie eine abgeschlossene Welt, wie eine Käseglocke. Die Gefangenen denken viel über die eigene Situation nach, aber sie benötigen auch den Blick nach draußen«, betont Peter Echtermeyer.

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