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Der Hartnäckige

»Zwangsarbeit ist unwürdig«, sagt der Philosoph Ralph Boes. Er hungerte einen Monat für die Abschaffung von Hartz IV
von Benjamin Schuke vom 07.12.2012
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Der Philosoph und Ergotherapeut Ralph Boes hat 28 Tage lang nichts gegessen. Sanktionshungern nennt er das. Das Arbeitsamt kürzte ihm das Geld, weil er die Einwilligungserklärung nicht unterschreiben wollte, die ihn bindet, sich sozialversicherungspflichtige Arbeit zu suchen. »Ich möchte den Präzedenzfall schaffen«, sagt er. Sein Ziel ist es, mit dem Hungern in Karlsruhe eine Verfassungsprüfung der Hartz-Gesetzgebung auf die Tagesordnung zu bringen. Auch eine eigens für ihn umformulierte abgeschwächte Version der Einwilligungserklärung lehnte er ab. Das Amt zahlte dennoch die regulären 374 Euro. Erst als er dort auf die Gesetzeswidrigkeit hinwies, trotz fehlender Kooperation die volle Sozialhilfe zu erhalten, kürzte man ihm die Mittel. Binnen kurzer Zeit erhielt er nur noch 37,40 Euro Arbeitslosengeld.

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