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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2019
Die Zerreißprobe
Die Theologen Nikolaus Schneider und Dietmar Mieth hatten eine klare Haltung ...
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 22.11.2019

Klima und Sintflut

Zu: »Himmel und Erde werden vergehen« und »Churches for Future?« (20/19, Seite 26-30)

Der eindrucksvolle und anregende Artikel von Anne Strotmann richtet die Aufmerksamkeit auf einige Gesichtspunkte, die in der allgemeinen Diskussion über den Umgang der Christengemeinde mit dem Klimawandel tatsächlich – zumindest in der Öffentlichkeit – kaum Beachtung finden. Umso erstaunlicher ist es, dass man auch Dinge vermisst, die hier nicht fehlen dürften. Bei der Rede vom »Überleben der letzten Menschen« kann doch die eindrucksvolle biblische Erzählung von der Sintflut nicht unerwähnt bleiben, wo ja gerade die Verflochtenheit des Menschen mit seiner Schuld und die furchtbaren Folgen für Gottes Schöpfung thematisiert werden. Hans-Jürgen Sünner, Aachen

Man diskutiert über CO2- und NOX-Reduzierung. Aber von der eigentlichen Ursache redet man nicht. Es ist das stetige Wachstum von Produktion, Konsum und Rohstoffverbrauch. Wir roden dafür Wälder und graben riesige Löcher in die Erde. Wir betonieren und asphaltieren die Landschaft. Dafür gibt es keine Ausgleichsflächen, von denen immer geredet wird. Was weg ist, ist weg. Ein kaputter Kühlschrank kann nicht repariert werden, er landet auf dem Müll. Der neue benötigt zwar etwas weniger Strom, aber bei seiner Produktion wurden neue Rohstoffe und Energie verbraucht, die bereits Natur zerstört haben. Wir zerstören unsere Lebensgrundlagen. Waffenproduktion und Kriege setzen das fort. Wir müssen uns vom Wachstumswahn verabschieden und eine andere Lebens- und Wirtschaftsweise anstreben. Helmut Gebert, Vilshofen

Sie haben sich auf die Enzyklika »Laudato Si« bezogen. Allerdings enthält diese eine meines Erachtens unverantwortliche Position zum Thema »Reduzierung der Geburtenrate«. In einer endlichen Welt kann eine (permanent) wachsende Bevölkerung nicht mit einer nachhaltigen Entwicklung vereinbart werden, sondern führt früher oder später zu Massenmigrationen, Kriegen und weiterer Verdrängung anderer Lebewesen. Und das noch schneller, wenn demnächst durch den Meeresspiegelanstieg große Landflächen für die menschliche Besiedelung verloren gehen. Manfred Westermayer, per E-Mail

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