Kleider machen Orte
Ausstellung. »Bei Bangladesch denken die Leute immer an Billig-T-Shirts«, sagt Anna Heringer. »Dabei waren die bengalischen Textilien in vorkolonialer Zeit berühmt und wurden weltweit gehandelt.« Zudem waren sie besonders nachhaltig: Aufgetragene Saris und Wickelröcke wurden nicht entsorgt, sondern aufeinandergelegt und zu farbenfrohen Schlafdecken vernäht. Heringer hat aus dieser Tradition das Label Dipdii Textiles gemacht: Bengalische Frauen nähen aus alten Decken Wandteppiche, Westen und T-Shirts, die dadurch zu unverwechselbaren Einzelstücken werden. Diese Arbeiten sind vom 6. Dezember bis zum 8. Januar in der Ausstellung »Kleider machen Orte« in der Ifa-Galerie am Charlottenplatz in Stuttgart zu sehen.
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