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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2015
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 20.11.2015

Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), will alles tun, um zu verhindern, dass die Terroranschläge von Paris für einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik instrumentalisiert werden. Die Flüchtlinge aus Syrien oder dem Irak seien genau vor diesem Schrecken geflohen. »Paris ändert nicht alles.« Er widersprach Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU). Dieser sagte mit Blick auf die Zuwanderung: »Paris ändert alles.«

Petra Pau, Bundestagsvizepräsidentin und Abgeordnete der Linken, rät den Kirchen zu mehr Selbstbewusstsein. Das Engagement von Christen für Flüchtlinge sei überwältigend. »Aber kann das Umfeld auch wahrnehmen, dass es die Kirche ist, die sich da engagiert?« Pau sprach bei einer Tagung über Christen und Konfessionslose in Berlin.

Michael Curry, bislang Bischof in North-Carolina (USA), ist als erster Afroamerikaner an die Spitze der überwiegend weißen Episkopalkirche gewählt worden, die zur anglikanischen Kirchengemeinschaft gehört. Nach seiner Wahl sagte er, er wolle Traditionalisten und Progressive miteinander versöhnen. Die Episkopalkirche ist über die Bewertung der Homo-Ehe zutiefst zerstritten. Ihr gehören noch 1,8 Millionen Mitglieder an, das sind halb so viele wie in den 1960er-Jahren.

Martin Ott, Nordeuropa-Chef von Facebook, muss sich möglicherweise vor Gericht verantworten, weil er Hass-Mails nicht schnell genug löschen ließ. Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Volksverhetzung. Anzeige erstattet hat ein Würzburger Anwalt. Nachdem er 200 Hasskommentare gemeldet hatte und das Unternehmen diese nicht löschte, zeigte er drei Manager an.

Jens-Martin Kruse, Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Rom, ist sehr zufrieden mit dem Besuch von Papst Franziskus in seiner Gemeinde und dessen Aussagen zum gemeinsamen Abendmahl: »Franziskus hat einen deutlichen Wink gegeben, indem er gesagt hat, wir dürften nicht warten, bis die letzten theologischen Streitigkeiten geklärt sind.« F

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