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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2014
Bildung statt Bologna!
Was die europäische Studienreform angerichtet hat
Der Inhalt:

Zu viele Hürden

Der Staat muss Anlaufstellen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit schaffen

Überall in Deutschland kommen täglich Flüchtlinge an. Und überall in Deutschland ist eine große Welle der Hilfsbereitschaft zu beobachten: Bürgerinnen und Bürger geben Deutschkurse für Asylsuchende, gehen mit Flüchtlingen zum Arzt, spielen mit deren Kindern. Es gibt viele Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren wollen. Das Problem aber ist: Es fehlen oft zentrale Anlaufstellen. Wo wird meine Hilfe benötigt? Welche Initiativen gibt es überhaupt? Auf solche Fragen finden diejenigen, die sich engagieren möchten, häufig keine Antwort.

Frankfurt am Main ist ein Beispiel dafür. Die Stadt ist nicht gerade ein Provinznest. Doch wer wissen will, wo man sich konkret im Flüchtlingsbereich engagieren kann, hat es schwer. Der Hessische Flüchtlingsrat verweist auf Organisationen, die zwar politische Kampagnen fahren, aber Flüchtlingen nicht unbedingt im Alltag helfen. Die Diakonie Hessen antwortet, sie sei »nur mittelbar in die direkte Arbeit involviert«. Ihre Zuständigkeit liege eher in der Vernetzung der Hauptamtlichen. Und von der Freiwilligenagentur der Stadt heißt es: »Zurzeit gibt es viele dieser Anfragen. Es ist uns jedoch bisher nicht gelungen, eine zentrale koordinierende Einrichtung dafür zu finden. Auch die großen karitativen Einrichtungen konnten hier nicht weiterhelfen.«

Wie kann das sein? Flüchtlinge treffen schließlich nicht erst seit gestern in diesem Land ein. Die öffentliche Hand ist vielerorts überfordert mit den Neuankömmlingen, der Staat ist auf aktive Bürger angewiesen. Gerade deshalb aber ist es Aufgabe von Kommunen und Landkreisen, Informationen bereitzustellen, Strukturen zu schaffen und die Vernetzung der zivilgesellschaftlichen Gruppen zu f