Unmittelbar und ganz nah
Wir kennen sie noch, die großen Romanciers, die wissend in die Vergangenheit schauten. García Márquez oder Vargas Llosa ließen das historische Geschehen von jemand Allwissendem erzählen und taten so, als könne man in diese Zeit zurück. Dabei wurde die Gegenwart dessen, der sich erinnert, ausgeklammert. Anders die neuen Stimmen aus Lateinamerika, die in diesem Bücherherbst in deutscher Übersetzung erscheinen: Die Romane von Claudia Piñeiro, Eduardo Halfon und Juan Gabriel Vásquez sind kühn im Zugriff auf den Stoff und treten einem beim Lesen unmittelbar nahe.
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