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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2013
Konzerne im Klassenzimmer
Wie die Wirtschaft Einfluss auf die Schule nimmt
Der Inhalt:

»Das sitzt im Hirn«

von Bettina Röder vom 22.11.2013
Die kleine Maria und ihre Roma-Eltern in Griechenland: Wie Vorurteile entstehen. Fragen an den Experten Wolfgang Benz
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Herr Benz, inwiefern tragen Roma selbst dazu bei, dass es Vorurteile gegen sie gibt?

Wolfgang Benz: Überhaupt nicht. Das ist ja die Erkenntnis der Vorurteilsforschung: Nicht der Jude ist schuld, dass man ihn nicht mag, sondern wir konstruieren ihn uns als Feind. Dasselbe macht man mit Roma oder Homosexuellen. Man kann beliebig Minderheiten in diese Rolle zwingen. Der Vorwurf: »Ein Jude hat mich betrogen« oder »Ein Zigeuner hat mir etwas gestohlen« ist ein Konstrukt in den Hirnen der Mehrheit. Die Leute suchen einen Feind. Sie behaupten, der Zigeuner sei aufgrund seiner Herkunft so und so, und deshalb dürften wir ihn ablehnen, verachten, jagen, ausgrenzen.

Gibt es denn nicht auch Erfahrungen und Bilder, die diese Vorurteile bestätigen?