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»Armut ist die Katastrophe«

German Doctors helfen Philippinen nicht erst seit dem Taifun
von Bettina Röder vom 22.11.2013
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Die Kinder besitzen keine eigene Tasse für den Hustensaft. Nachts schlafen sie bei gerade mal zehn Grad in Lumpen in Bretterverschlägen, die sie ihre Häuser nennen. Kakerlaken und Riesenspinnen an den Wänden der dunklen Hütten, in denen es keinen Strom und keine Heizung gibt, gehören dazu wie auch die Ameisen. Die sogar im Trinkwasser sind.« Wenn sie sich an das Leid der Kinder in den Bergen der philippinischen Insel Mindanao erinnert, schlägt bis heute das Herz von Sabine Redlin »bis zum Hals«. Dabei ist es einige Zeit her, dass die Ärztin aus dem brandenburgischen Bernau mit der Organisation German Doctorse. V. in dem Inselstaat war, der heute traurige Schlagzeilen macht. Mindanao ist diesmal vorbeigeschrammt, der Taifun traf vor allem die nördlicheren Inseln. Mindanao war vor zwei Jahren dran. Doch die eigentliche Katastrophe ist die Armut der Menschen hier. Für sie haben oft ganz kleine Dinge einen großen Wert. Wie ihre kleinen Gärten an den Bergen mit dem bescheidenen Anbau, die immer wieder durch Regen und Schlamm verwüstet werden. Oder die Reismahlzeit, wenn es hoch kommt zweimal pro Tag, die durch eine »Art Essigsoße« angereichert wird: »Damit es nach was schmeckt.«

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