Personen und Konflikte
Marlene Rupprecht und Katja Dörner, Kinderbeauftragte der SPD beziehungsweise der Grünen, haben einen alternativen Gesetzentwurf zur Beschneidung minderjähriger Jungen vorgelegt. Danach soll Eltern die Beschneidung erlaubt werden, sofern der Junge 14 Jahre alt und damit einsichts- und urteilsfähig ist. Zudem soll die Beschneidung nach den Regeln der ärztlichen Kunst durch Kinderchirurgen und mit Schmerzmitteln erfolgen. Zur Begründung heißt es, bei Riten, »die das Kind dauerhaft physisch schädigen oder kennzeichnen«, gebe es kein Entscheidungsrecht der Eltern. Man hoffe, über diesen Punkt eine »gute und kritische Debatte« mit der jüdischen Gemeinschaft führen zu können, erklärte Dörner.
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