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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2011
Die Lust am Selberdenken
Der Inhalt:

Wie man ein Schulbrot macht

von Kristian Stemmler vom 04.05.2012
Mitarbeiter der Jugendhilfe treffen immer öfter auf Eltern, die selbst nicht wissen, was Familienleben bedeutet. Auch Kinder der Mittelschicht brauchen zunehmend Hilfe
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Im Kinderzimmer gab es kaum Spielzeug. Neben dem Bett der vierjährigen Jennifer stand nur ein pinkfarbener Fernseher im Barbie-Design. »Die Mutter war völlig überzeugt, ihrem Kind mit der Anschaffung dieses Fernsehers etwas Gutes getan zu haben«, sagt Katja Röschmann, »ich musste ihr erst mal erklären, warum das ein Problem ist.«

Was die Sozialpädagogin vom Rauhen Haus in Hamburg bei einer Familie im armen Stadtteil Billstedt erlebte, ist symptomatisch für die Arbeit der Jugendhilfe mit problematischen Familien. Katja Röschmann und ihre Kollegen registrieren, dass Eltern immer öfter elementare Kenntnisse in Erziehungsfragen abgehen. Sie wissen nicht, wie sie mit ihren Kindern umgehen sollen, wie man den Alltag strukturiert, was Familienleben überhaupt bedeutet.