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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2011
Die Lust am Selberdenken
Der Inhalt:

Das vererbte Trauma

von Helmut Jaschke vom 04.05.2012
Die Höllenpredigten früherer Zeiten wirken noch heute in den Seelen der Menschen nach. Deshalb können viele nicht mehr glauben. Sie haben das Vertrauen verloren
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Die heute viel beschworene »Glaubenskrise« wird zumeist damit begründet, dass die Bereitschaft, an Gott zu glauben, also ihm zu vertrauen, im Schwinden sei. Wissenschaftsgläubigkeit, egoistisches Streben nach Geld und Erfolg werden dann gerne als Ursachen genannt. Dabei wird stillschweigend unterstellt, dass die Menschen früher gläubiger waren, als diese Faktoren noch keine oder keine so große Rolle spielten.

Doch ist das Phänomen der Glaubensschwäche, ja Glaubensunfähigkeit, nicht neu. Schon die Bibel kennt es: Der Prophet Jesaja wird von Gott, der erzürnt ist über die Menschen und entschlossen, sie zu vernichten, beauftragt, zu verkünden: »Hört, doch versteht nicht, seht, doch erkennt nicht« (Jes. 6, 9). Die Ohren sind taub, die Augen verklebt, das Herz ohne Einsicht.