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Zeit zu handeln

150 Menschenrechtler treffen sich in Paris. Viele werden in ihrer Heimat verfolgt
von Karin Finkenzeller vom 09.11.2018
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Kumi Naidoo, Generalsekretär von Amnesty International, formulierte einen eindringlichen Appell: »Es ist höchste Zeit zu handeln und gegen die zunehmende Repression aufzustehen, der Menschenrechtler in aller Welt ausgesetzt sind.« Er sagte dies Ende Oktober im Palais de Chaillot in Paris. Vor fast genau siebzig Jahren war dort die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet worden. Doch für Naidoo und rund 150 Aktivisten aus 105 Ländern, die beim Human Rights Defenders World Summit drei Tage lang über die Gefahren ihrer Arbeit diskutierten, ist dies kein Grund zum Feiern. »Wir müssen brutal ehrlich zu uns sein«, sagte Naidoo: »Wir gewinnen Schlachten, verlieren aber ständig den Krieg.« Jeden Tag würden Bürger wegen ihres Einsatzes für Menschenrechte, wegen ihres Glaubens oder schlicht wegen ihrer Art zu leben bedroht, gefoltert, ins Gefängnis gesperrt und auch getötet.

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