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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2018
Der Mord und der Westen
Der Fall Saudi-Arabien: Handel, Macht und Menschenrechte
Der Inhalt:

Tausende gegen Braunkohle

Mehrere tausend Menschen haben sich am letzten Oktoberwochenende an Protestaktionen gegen den Braunkohletagebau im Rheinischen Revier beteiligt. Sie demonstrierten damit für den Erhalt des Hambacher Forstes und einen raschen Kohleausstieg. Aufgerufen dazu hatte das Bündnis Ende Gelände. Bei Aktionen zivilen Ungehorsams blockierten rund 2000 vor allem junge Leute für 24 Stunden die Gleise der Hambach-Bahn. Sie verhinderten, dass die umliegenden Kraftwerke während dieser Zeit mit Braunkohle beliefert werden konnten. Einige Aktivisten ketteten sich an die Schienen. Eine kleine Gruppe besetzte einige Stunden lang einen Kohlebagger auf RWE-Gelände. Viele trugen weiße Schutzanzüge. Die Polizei setzte Wasserwerfer und eine Reiterstaffel ein und sperrte die Autobahn 4 für mehrere Stunden. 178 Demonstranten wurden festgenommen. Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach äußerte den Wunsch, der Konflikt um die Braunkohle müsse endlich von der Politik gelöst werden. Ende-Gelände-Sprecherin Katharina Henneberger verteidigte das Vorgehen der Aktivisten: »Ziviler Ungehorsam heißt für uns, dass wir bewusst Hausfriedensbruch begehen und auf das RWE-Gelände gehen, um zu zeigen, wie dringlich die Klimakrise ist.«