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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2018
Der Mord und der Westen
Der Fall Saudi-Arabien: Handel, Macht und Menschenrechte
Der Inhalt:

Sozialprotokoll
»Mein Herz ist schwer«

von Gudrun Petersen vom 09.11.2018
Ihr Sohn hat sich auf den Weg nach Europa gemacht. Seitdem wartet Binta Kawara (45) aus Gambia auf ein Lebenszeichen von ihm
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Er hat mit niemandem, mit keinem Menschen darüber gesprochen. Weder mit mir, noch mit seinen Geschwistern oder Freunden. Eines Tages war er weg. Das ist jetzt zwei Jahre her. Malik, mein Erstgeborener, war 25 Jahre alt, als er sich auf den Weg nach Europa gemacht hat. Er wollte immer nach Italien, seit vielen Jahren. Aber ich weiß gar nicht, warum – irgendwie hatte ich nie wirklich geglaubt, dass er es wahr macht. Es klang eher wie eine fixe Idee.

Ich habe das nicht ernst genommen, und er hat auch nicht viel darüber erzählt. Nur, dass er sich für uns alle ein besseres Leben wünschte. Dafür wollte er sorgen, sah sich dafür verantwortlich. Eines mit ausreichend Nahrung, vielleicht sogar mit ein wenig mehr Platz im Haus. Das Geld für die Schlepper muss er über einen langen Zeitraum angespart haben,