Mit Gottes Hilfe ins Präsidentenamt?
Die Wahlplakate von Norbert Hofer, dem Kandidaten der rechtsnationalen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) bei der Stichwahl zum österreichischen Bundespräsidenten, haben Widerspruch der beiden Kirchen hervorgerufen. Die Kampagne mit dem Slogan »So wahr mir Gott helfe« sei »nicht so unschuldig, wie sie daherkommt«, sagte der katholische Theologe Jan Heiner Tück der Agentur kathpress. So solle der Gegenkandidat Alexander von der Bellen (Grüne) als Agnostiker gekennzeichnet werden. Tück sieht die Gefahr, dass die Gottesvokabel »parteipolitisch zerschlissen« wird. Der Sprecher des Erzbistums Wien, Michael Prüller, sagte, wenn Hofer Gott ins Spiel bringe, »tue er dies auf eigene Gefahr«. Er verwies auf das Zweite Gebot: »Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.«
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