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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2016
Gefährlicher Egoismus
Warum sich die Deutschen mit Gerechtigkeit so schwertun
Der Inhalt:

»Keiner muss draußen bleiben«

von Kerstin Söder vom 04.11.2016
Sibyll Leitel und ihr Mann Walter nehmen im Herbst kranke und unterernährte Igel auf – seit dreißig Jahren
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Manchmal teilen wir mit so vielen Igeln unser Haus, dass vor lauter Igelkisten kaum noch Platz im Flur ist. Trotzdem – keiner muss draußen bleiben. Unser allererster Igel lief mir in den 1970er-Jahren kurz vor Weihnachten vors Auto. Er hat furchtbar nach Mist gestunken. Der Kleine durfte frei in unserer Wohnung herumlaufen und hat sich sehr an uns gewöhnt. Zu sehr, würde ich heute sagen. Über Wochen haben wir stundenlange Telefonate mit einem Igelexperten in Wien geführt, wir hatten von Igeln ja noch keine Ahnung. Heute gehen wir professioneller mit den Tieren um: Jedes hat seine eigene Kiste mit Krankenkarte. Und wir haben ein Igelzimmer eingerichtet mit 18 Grad Raumtemperatur.

Mein Mann ist der wissenschaftliche Typ. Er nimmt Kotproben und untersucht die Igel auf Parasiten. Außerdem ba