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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2015
»Macht Wirbel!«
Wie der Papst die Kirche aufmischt
Der Inhalt:

Traditionelle Werte, ohne Gott

vom 06.11.2015
Die neue Shell-Jugendstudie belegt den Abbruch des christlichen Gottesglaubens

Weniger als vier von zehn Jugendlichen in Deutschland ist der Gottesglaube wichtig. Das belegt die neue Shell-Jugendstudie, die in anderen Bereichen eine hohe Orientierung an traditionellen Werten festgestellt hat. Von den christlichen Jugendlichen geben nur 38 Prozent an, dass es wichtig sei, an Gott zu glauben. Bei den muslimischen Jugendlichen dagegen sind es 81 Prozent. Eine von der Robert Bosch Stiftung geförderte Studie macht außerdem auf das große Engagement junger Muslime in der religiösen Jugendarbeit aufmerksam. Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Religionen. Auch wenn für christliche Jugendliche der Glaube keine große Rolle mehr für ihre persönliche Lebensführung zu spielen scheint, werden die Kirchen in der Shell-Studie doch positiv bewertet: Über 70 Prozent der christlichen und immerhin 42 Prozent der konfessionslosen Jugendlichen finden es gut, dass es sie gibt. Sie schätzen die soziale Rolle der Kirche, während ihre religiösen Rituale und Vorschriften auf viele abschreckend wirken. 75 Prozent der jungen Katholiken und 63 Prozent der jungen Protestanten meinen überdies, dass die Kirche Reformen dringend nötig hat, wenn sie eine Zukunft haben will. Für fast 60 Prozent der christlichen Jugendlichen hat die Kirche keine Antworten auf Fragen, die sie bewegen. Fazit: Religion bleibt eine gewisse Größe, jedoch längst nicht so wichtig wie Familie und Freunde.

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