Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2015
»Macht Wirbel!«
Wie der Papst die Kirche aufmischt
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Florian Dierl, Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, ist der Ansicht, dass monumentale Nazi-Bauten wie etwa die Zeppelintribüne für die Nachwelt erhalten bleiben sollten. Die seelenlose, machtverherrlichende Architektur biete einen Anreiz, sich mit der Ideologie der Nazis auseinanderzusetzen. Sie versinnbildliche auch das Scheitern des Regimes. Dierl widersprach einer Initiative aus Künstlern, Architekten und Stadtplanern, die sich für einen kontrollierten Verfall des Geländes aussprechen. Diese sind der Ansicht, dass Gebäude, die historisch so belastet sind, es nicht verdienen, erhalten zu werden.

Milad Karimi, Religions philosoph am Zentrum für Isla mische Theologie in Münster, besucht gerne Flüchtlingsheime. »Wenn ich in einem Flüchtlingsheim heute bin, fühl ich mich heimisch«, erzählte er der Frankfurter Rundschau. Er habe dort ein »Urgefühl der Vertrautheit«. Das hat biografische Gründe, denn Karimi musste als Kind aus Afghanistan fliehen. Als Student habe er Kindern in den Heimen vorgelesen: »Es war einfach etwas ganz Eigenes, und das berührt mich sehr.« Durch seine Fluchtgeschichte habe er sich abgewöhnt, Heimat in Orten zu suchen: »Heute bin ich zu Hause, wenn ich meiner kleinen Tochter beim Schlafen zusehe.«

Uri Avnery, israelischer Publizist und Friedensaktivist, ist der Überzeugung, dass ein Frieden zwischen Israel und Palästina unter Rabin und Arafat möglich gewesen wäre. Wäre Rabin vor zwanz