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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2013
Die Kraft der Stille
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 08.11.2013

Günter Salentin, katholischer Pfarrer in Erkelenz, hat die anhaltenden Spekulationen um ein vorzeitiges Aus für den umstrittenen Braunkohletagebau Garzweiler II als »unmenschlich und brutal« kritisiert. »Das grenzt an seelische Grausamkeit«, sagte der Pfarrer. Er verlangt vom Tagebaubetreiber RWE Power und der nordrhein-westfälischen Landesregierung »Klarheit« für die Menschen im rheinischen Braunkohlerevier. Seit Wochen berichten Medien über angebliche Szenarien im RWE-Konzern, den bis 2045 geplanten Tagebau Garzweiler II bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre zu beenden, weil die Verstromung der Braunkohle zunehmend unwirtschaftlich werde. Der Konzern dementierte die Berichte mehrfach. Salentin hatte wesentlich dazu beigetragen, dass die beiden großen Kirchen 1996 eine Erklärung zur Sozialverträglichkeit von Umsiedlungsmaßnahmen veröffentlichten.

Johannes Wilhelm Rörig, Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung, hat es begrüßt, dass sich Mecklenburg-Vorpommern als erstes Bundesland am Fonds für Missbrauchsopfer im familiären Bereich beteiligt. Betroffene können aus dem Fonds Sachleistungen bis zu 10 000 Euro beantragen. Der Finanzausschuss des Landtags Mecklenburg-Vorpommern bewilligte kürzlich die für das Bundesland anfallenden 1,03 Millionen Euro. Rörig kritisierte zugleich, dass die Fallzahlen sexueller Gewalt nach wie vor »konstant hoch« seien und sich bei der Anzahl und der Ausstattung der Fachberatungsstellen »am wenigsten bewegt« habe.

Christine Hoffmann,Generalsekretärin der katholischen Friedensbewegung Pax Christi und Sprecherin der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel, hat es begrüßt, dass es für einen Teilausstieg aus dem Waffenhandel jetzt eine Dreiviertelmehrheit im Deutschen Bundestag gebe. Dies habe eine Befragung der Abgeordneten ergeben. 488der 630 Bundestagsabgeordneten wollten grundsätzlich keine Waffenlieferungen in Konfliktgebiete genehmigen. »Dies ist eine klarer Auftrag an die neue Bundesregierung, einen entsprechenden Kurswechsel in der Rüstungsexportpolitik einzuleiten«, erklärte dazu Paul Russmann, Sprecher der Aktion Ohne Rüstung lebe

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