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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2013
Die Kraft der Stille
Der Inhalt:

Der Menschenfreund

von Christian Feldmann vom 08.11.2013
»Ich soll mich nicht gewöhnen / Ich will mich erinnern / an alles, was man vergisst …« Was bleibt?, fragte Erich Fried kurz vor seinem Tod – vor 25 Jahren
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Glaubst du, ich komme in den Himmel?«, fragte er einen Besucher sardonisch lächelnd, als er den Krebstod nahen fühlte. »Dann werde ich Heinrich Böll wiedersehen und Rudi Dutschke.« Der eigensinnige Individualist Erich Fried ließ sich die Frage nach der Tiefendimension menschlichen Lebens ebenso wenig verbieten wie das Gespräch mit politischen Erzfeinden. Der Antifaschist und Vorzeige-Linke, dem die Nazis den Vater totgetreten hatten, mied jene Schulfreunde nicht, die in die Hitlerjugend eingetreten waren; er suchte sie von der Dummheit der neuen Heilslehre zu überzeugen. In den 1980er-Jahren besuchte er den Neonazi Michael Kühnen im Gefängnis, um seine Motive verstehen zu können.

Trotzdem warf die sonst so seriöse F. A. Z. dem Querkopf auf dem Höhepunkt der Terroristenhatz eine ansteckende »Mörd