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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2013
Die Kraft der Stille
Der Inhalt:

Leben in den Trümmern

von Thomas Schneider vom 08.11.2013
Drogenabhängige, Behinderte, Obdachlose – Menschen, die besondere Hilfe brauchen, finden diese in der Ukraine meist nicht. Oft sind es rastlose Einzelkämpfer wie José Turczyk, die mit Leidenschaft und etwas Geld aus dem Ausland einzelne Projekte stemmen
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Manchmal erzählt allein ein Name schon eine Geschichte. Der Vorname José in der Ukraine etwa erzählt von dem Gefühl, fehl am zu Platz sein. »Als ich damals hier ankam, war es Winter«, erinnert sich José Turczyk. »Ich hatte noch nie im Leben Schnee gesehen, und Drohobycz versank im Schnee.« Das war 1958. José war elf und kam aus Buenos Aires nach Drohobycz. Ein argentinischer Junge als Neuankömmling hinter dem Eisernen Vorhang. Ein Sohn kommunistischer Eltern, denen zu Hause Gefängnis drohte und die darum mit ihrem Kind in der Sowjetunion politisches Asyl suchten. José, der Elfjährige, verstand nichts von Politik, aber beim Anblick der Schneemassen wusste er: »Ich will zurück.«

Daraus wurde nichts. Nach all den Jahren in der Ukraine klingt das Spanisch, in dem José Turczyk erzählt, etwas eingeros