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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2012
Gefährlicher Reichtum
Warum wir eine gerechte Verteilung brauchen
Der Inhalt:

Die Freidenkerin

von Teresa Schneider vom 09.11.2012
Seit dreißig Jahren wirbt die Architektin Margrit Kennedy für ein Geldsystem ohne Zinsen. Ein Porträt

Flüstern. Aufgeregtes Gemurmel. »Das ist sie!« Als Margrit Kennedy durch Japan reist und Vorträge über alternative Geldsysteme hält, ist sie dort so »bekannt wie ein bunter Hund«. Anfangs kann sie sich ihre unerwartete Popularität nicht erklären. Doch dann erinnert sie sich an das japanische Filmteam, das kurz nach dem Tod des Schriftstellers Michael Ende zu ihr kam. Sie erfährt von dem Dokumentarfilm über den berühmten Autor – und von der Rolle, die sie darin spielt. Bis sie versteht: »Die Menschen in Japan sehen Momo in mir.«

Momo? Wer der 72-jährigen Margrit Kennedy – elegant gekleidet, schwarze Halbmondbrille, roter Lippenstift – gegenübersitzt, erkennt auf den ersten Blick keine Ähnlichkeit mit der Romanheldin von Michael Ende, dem kleinen Mädchen mit dem pechschwarzen Lockenschopf, das eine zerschlissene Männerjacke trägt und in den Ruine

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