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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2010
Die verlorene Identität
Der Streit in der Männerbewegung
Der Inhalt:

Gestrandet

von Elisabeth Zoll, Thomas Seiterich vom 05.11.2010
Damit die afrikanischen Flüchtlinge in Palermo nicht verhungern oder erfrieren, haben Christen ein soziales Auffangwerk gegründet, es heißt: »Friede und Hoffnung«
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Niedergeschlagen blickt Yahaya El Tayab in den Abend. »Wenn du hier im Süden Europas, in Sizilien, ein Schwarzer bist, kannst du es vergessen. Alle lehnen dich ab.« Yahaya ist klein gewachsen, jung, kräftig – aber ohne Hoffnung. All seine Dokumente trägt der 21 Jahre alte Sudanese in einem verschlissenen Rucksack stets bei sich, aus Furcht vor Straßenräubern in der Mafia-Metropole Palermo. Mit einer Barca, einem offenen Motorboot, floh der junge Schwarzafrikaner vor vier Jahren vor Krieg, Massenmord und Hungerelend aus seiner Heimat Darfur. »Von der libyschen Küste aus stachen wir in See, mit Kurs Italien«, erzählt Yahaya »Fünf Tage nur Meer und Himmel, bei hohem Seegang. Alle Flüchtlinge haben riesige Angst gehabt, oft gebetet und gekotzt, bis sie nichts mehr in sich hatten.«