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Modell 3 : Betreutes Wohnen zu Hause

von Barbara Tambour vom 26.10.2018
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Saarbrücken. Alte Menschen können dann lange zu Hause wohnen bleiben, wenn sie dort nicht vereinsamen, wenn sie Unterstützung im Alltag und bei Bedarf die notwendige Pflege erhalten. Wie das miteinander verknüpft werden kann, zeigt das Modell »Betreutes Wohnen zu Hause« in Saarbrücken-Brebach. In diesem Stadtteil leben viele ältere Migranten, die oft niedrige Renten beziehen oder von Grundsicherung leben. Dreh- und Angelpunkt des Modells, das aus der Quartiersarbeit erwachsen ist, ist das Bürgerzentrum, eine Einrichtung der Diakonie Saar. Das Bürgerzentrum bietet Wohnraum- und Pflegeberatung an, einen Mittagstisch für Senioren, einmal in der Woche eine Betreuungsgruppe für Pflegebedürftige, einen Treff für türkische Seniorinnen und vieles andere. Außerdem koordiniert es eigens ausgebildete Alltagshelfer, die Senioren zu Hause unterstützen. Über die Minijob-Zentrale sind diese bei den Senioren angestellt. »Kümmerer« sind das, sagt Sozialarbeiterin Ulli Heß, die seit vielen Jahren Quartiersarbeit in Brebach betreibt. Sie bringen Essen vorbei, helfen, den Schrank aufzuräumen, begleiten zum Arzt oder spielen Mensch-ärgere-dich-nicht. »Das, was auch Angehörige tun würden«, sagt Sozialarbeiterin Heß. Und wenn der ambulante Pflegedienst feststellt, dass etwa Frau Yilmaz an diesem Tag so traurig ist, dann genügt ein Anruf beim Bürgerzentrum, und eine Stadtteilhelferin schaut nach der alten Dame.

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