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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2017
Neuer Mut in schweren Zeiten
Jüdische Gemeinden in Deutschland
Der Inhalt:

HIV-Anstieg in Osteuropa dramatisch

Die Vereinten Nationen und mehrere Nichtregierungsorganisationen haben die Bundesregierung aufgefordert, sich in den Kampf gegen HIV und Aids in Osteuropa einzuschalten. Europa stehe heute vor einer größeren Herausforderung als Afrika, so der stellvertretende Direktor des UN-Aidsprogramms, Luiz Loures. Die HIV-Neuinfektionen in Osteuropa und Zentralasien seien dramatisch angestiegen: Zwischen 2010 und 2016 um sechzig Prozent. In Russland, dem am stärksten betroffenen Land, sei 2016 mit 103 000 Neuinfektionen die 100 000er-Marke überschritten worden. Das ist gegen den Trend: Weltweit ist die Zahl der Neuinfektionen seit 2000 um ein Drittel zurückgegangen, die der Todesfälle habe sich seit 2005 halbiert. In Osteuropa greift das nicht, weil Betroffene oft von den Regierungen verfolgt würden. Zivilgesellschaft und Selbsthilfe werden lahmgelegt. In Russland müssten sich zivilgesellschaftliche Organisationen, die Zuwendungen aus dem Ausland erhalten, als »Auslandsagenten« registrieren lassen.

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