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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2017
Neuer Mut in schweren Zeiten
Jüdische Gemeinden in Deutschland
Der Inhalt:

Gottes bunter Garten

120 000 Besucher zählte man im Pavillon »GlaubensGarten« auf der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau in Bad Lippspringe. Die Idee entwickelte sich aus dem in Lippspringe jährlich stattfindenden »Gebet der Religionen«. Im interreligiösen Pavillon wollte man in persönlichen Begegnungen Informationen vermitteln und das Verbindende der Religionen aufzeigen, ohne dabei die Identität des eigenen Glaubens aufzugeben. Auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude, das weder Kirche, Tempel, Synagoge noch Moschee darstellt, entwarf man ein »Haus des Lichtes« als Zentrum. Um dieses herum gestalteten Sikhs, Muslime, Juden, Bahais, Buddhisten, Hindus und Vertreter christlicher Konfessionen jeweils einen Garten mit spezifischer Symbolik. Über hundert Frauen und Männer engagierten sich ehrenamtlich als Führer und Gesprächspartner, täglich fanden zwei Andachten einer Religionsgemeinschaft statt. Die Atmosphäre im Pavillon und die Verbundenheit mit der Natur haben viele angeregt, sich neu mit religiösen Inhalten auseinanderzusetzen.

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