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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2012
Hoffen und Widerstehen
Konziliare Versammlung: Reformchristen suchen einen neuen Aufbruch
Der Inhalt:

Wann kommt das fair gehandelte Handy?

Das iPhone ist Kult. Katastrophal dagegen sind die Arbeitsbedingungen, unter denen es hergestellt wird

Es kann alles, lässt sich leicht bedienen und sieht dabei noch gut aus: Kein Wunder, dass Apple mit dem iPhone 5 wieder Rekorde gebrochen hat. Schon am ersten Wochenende wurden fünf Millionen Stück verkauft. Eine »Gewinnmaschine für das wertvollste Unternehmen der Welt« nennt das Handelsblatt die Stil-Ikone; kein anderes Smartphone erzielt solche Gewinnmargen, keines ist so begehrt. Doch so ästhetisch die Anmutung der Geräte, so hässlich ist der Alltag derjenigen, die es herstellen müssen.

In den chinesischen Fabriken, die für Apple – und andere Elektronikunternehmen – produzieren, herrschen »ausbeuterische Arbeitsbedingungen«, kritisieren kirchliche Entwicklungsorganisationen in der Schweiz. Wer den Bericht von Brot für Alle und Fastenopfer liest, erfährt von unmenschlichen Arbeitszeiten, erzwungenen und teilweise unbezahlten Überstunden, fehlenden Sicherheitsvorkehrungen und miserabler Bezahlung: Nicht einmal den in China gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn erhalten die Arbeiter, die bis zu zwölf Stunden am Tag und dreizehn Tage am Stück arbeiten müssen.

Die Kritik ist nicht neu. In den vergangenen Jahren haben Nichtregierungsorganisationen wie Sacom (»Students & Scholars Against Corporate Misbehaviour«) oder China Labor Watch die Zustände bei den Zulieferern der Elektronikbranche immer wieder angeprangert. Weltgrößter Auftragsfertiger ist das chinesische Unternehmen Foxconn. Der Branchenriese, der weltweit mehr als eine Million Menschen beschäftigt, geriet durch eine Rei