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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2010
Strom ohne Atom
Der Konflikt, die Bewegung, die Zukunft
Der Inhalt:

Jenseits von Disney

von Hildegard Willer vom 22.10.2010
Im Benediktinerkloster von Chucuito begegnen die Mönche der kosmischen Schau der Andenvölker – bekämpft von erzkonservativen Bischöfen. Ein Kraftort am Titicacasee
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Das Lama schaut mich unbewegt an. Während ich in das Steinlabyrinth im Klostergarten eintrete, knirschen die Piniennadeln unter meinen Füßen. Wenn ich den Blick hebe, erhasche ich zwischen den Bäumen das Blau des Titicacasees, das am Horizont mit dem Himmel verschwimmt. Ich atme die herbe, klare dünne Luft tief ein und spüre, wie sich Ruhe in mir breitmacht. Hier auf 3850 Meter Höhe fühle ich mich dem Göttlichen näher als anderswo. Im an mystischen Orten nicht armen Peru ist das Benediktinerkloster in Chucuito zu meinem Kraftort geworden. Vielleicht, weil sich hier zwei große mystische Traditionen begegnen und bereichern: das europäische Mönchtum und die Kosmovision der Andenvölker.

Dabei war das erste Zusammentreffen zwischen Aymara-Kultur