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Kirchliche Stimmen zur AfD

vom 13.10.2017
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Der Erfolg der AfD unter Christen – 11 Prozent der Protestanten und 9 Prozent der Katholiken machten ihr Kreuz bei den Rechtspopulisten – hat in den Kirchen eine heftige Debatte ausgelöst. »Die Kirche ist auch Teil des Problems«, sagte Christian Staffa von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus. Die mitteldeutsche Bischöfin Ilse Junkermann bestätigte dies und fügte hinzu: Wer in den Gemeinden Sympathie für die AfD hege, tue dies oft insgeheim. Polarisierung und Diskursverweigerung nähmen auch unter Christen zu. »Die klare Haltung der Kirchenleitungen gegenüber dem Rechtsextremismus erschwert das Gespräch mit denen, die anderer Meinung sind.« Der evangelische Berliner Theologe Rolf Schieder riet den Kirchen zu einem Strategiewechsel. Wenn sie mit AfD-Wählern nicht mehr redeten, »dann können sie mit 25 Prozent der Bevölkerung nicht mehr reden«. Der katholische Bischof Gerhard Feige von Magdeburg sagte, es sei »sehr schwer«, mit der AfD konstruktiv ins Gespräch zu kommen. Dort würden »antireligiöse Vorurteile geschürt«. Er habe es sich nie vorstellen können, wie es möglich sein konnte, dass der Nationalsozialismus demokratisch an die Macht gekommen sei. »Inzwischen ahne ich, wie verführerisch Menschen sein können.«

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