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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2017
Cyberwar
Stell dir vor, es ist krieg und keiner merkt es
Der Inhalt:

Gemeinsam fair Handeln

Das »Welthaus Stuttgart« vernetzt Initiativen. So ist der umsatzstärkste Weltladen Baden-Württembergs entstanden – und ein Ort für globales Lernen

Margret Eder räumt bunt gemusterte Schals, Bambusgeschirr, Kaffee und Schokoriegel in den viel zu kleinen Lagerraum. Die Waren sind übrig geblieben von ihrem Stand auf der internationalen Stuttgarter Messe »Fair Handeln«. Mit der Gründung des Weltladens im Welthaus hat sie sich einen Traum erfüllt.

Früher arbeitete sie als Hebamme, und hatte bereits einen Weltladen aufgebaut, in dem sie ehrenamtlich tätig war. Dabei wuchs in ihr der Wunsch, gemeinsam mit anderen ein größeres entwicklungspolitisches Projekt ins Leben zu rufen.

Als Stuttgart sich 2013 zur Fair-Trade-Stadt erklärte, nutzte Margret Eder die Gelegenheit. Sie fragte bei der Stadtverwaltung nach Räumen. Die Stadt bot ihr einen Teil des Gebäudes des Instituts für Auslandsbeziehungen an, zentral gelegen an der Verbindungsstraße zwischen dem Alten und Neuen Schloss. Margret Eder sprach mehr als 200 Organisationen und Vereine an, von denen etwa dreißig den Verein Welthaus Stuttgart gründeten. Die Stadt übernahm einen Großteil der Sanierung, 2014 wurde das Welthaus eröffnet.

Der Verein vernetzt die Projekte der Beteiligten, zum Beispiel das Globale Klassenzimmer – ein Bildungsprojekt nicht nur für Schulklassen –, das Weltcafé und den Weltladen mit fair gehandelten Produkten.

Für den Weltladen fand Margret Eder jedoch keinen Betreiber, der den Mut hatte, das wirtschaftliche Risiko einzugehen. So fragte sie im Freundes- und Bekanntenkreis nach Unterstützung für die Einrichtung des Ladens und die ersten Waren. 22 Menschen beteiligten sich mit Beträgen zwischen 500 und 6000 Euro und brachten insgesamt 32 000 Euro Eigenkapital für die gem