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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2016
»Schaut doch mal rein in die Bibel!«
Bodo Ramelow über Christsein und Kapitalismus
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

Dom Helder Camara
Briefe aus dem Konzil
Edition Exodus. 1016 Seiten. 69 €

Dom Helder Camara, ab 1964 Erzbischof von Olinda und Recife, hat in der Aula des Zweiten Vatikanischen Konzils nie das Wort ergriffen. Aber er spielte im Hintergrund eine wichtige Rolle. Sah er doch in diesem Konzil die einmalige Chance, dass sich die katholische Kirche aus den Ketten ihres macht- und prunkvollen »konstantinischen Zeitalters« lösen könnte. So würde sie wieder zu dem werden, was ihr als Sendung aufgetragen ist und was auch Papst Johannes XXIII. so sehr wünschte: »die Kirche aller, vornehmlich die Kirche der Armen«. Jede Nacht schrieb Camara einen Brief. Darin berichtete er über sein Treiben während des Konzils, seine Einschätzung der Beschlussvorlagen, von seinen vielfältigen Kontakten als »Bischof der Armen in der Welt« und von seinem ungeheuren Lektürepensum. Diese Briefe sandte er an einen Kreis von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Brasilien. Sie wurden – Gott sei Dank – dokumentiert und nach seinem Tod ab 2004 veröffentlicht. Nunmehr liegen sie – auf Initiative von Urs Eigenmann, der eine Dissertation über Dom Helder Camara verfasst hat, und vielen, die ihn dabei unterstützt haben – in deutscher Übersetzung vor. Diese Edition ist nicht nur für die Konzilsforschung unentbehrlich. Ihre Lektüre gibt einen authentischen Einblick in das unermüdliche Wirken eines herausragenden Zeugen des Evangeliums in unserer Zeit. Norbert Mette

Katharina Ley
Anders älter werden
fischer & gann. 120 Seiten. 14,99 €

Locker, aber pointiert, in großen Linien, garniert mit kurzen Beispielen und lyrischen Einsprengseln, beschreibt die Berner Psychoanalytikern, wie und warum wir heute anders altern. Junge Alte und alte Alte, das Miteinander von vier Generationen, viele Patchwork-Familien, leibliche und soziale Großelternschaft: das sind einige ihrer Themen. Ihr »roter Faden«: ein Leben zwischen Autonomie und Solidarität als neue Herausforderung. Manches klingt zunächst banal. Doch zeigt sich, dass auf den ersten Blick gering erscheinende Probleme vielen Menschen im Alltag dennoch sehr zu schaffen machen, etwa das Miteinander von Großeltern, Kindern und Enkeln. Das ansprechend gestaltete Büchlein kann zum Nachdenken anregen. Hart

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